Stürmische Sache

Wichtiger Tag am Viernheimer Dreieck: Der erste Überbau der neuen A3-Brücke wurde gegossen. Und Sturmtief Egon hatte es den Bauarbeitern nicht leicht gemacht.

Ist ein Betonmischer leer, stehen die nächsten schon parat. Der Nachschub darf nicht abreißen, sagt Klaus Stein, Geschäftsführer der Firma Jochum. 816 Kubikmeter Beton karren die 20 Mischer im Pendelverkehr ran, insgesamt 100 Ladungen.

Das füttert drei Pumpen. Deren 42 Meter lange Rüssel befüllen die Verschalung. Während die Kräne ruhen, könne der Sturm den Pumpen nichts anhaben, versichert Stein. Regen ist sogar gut: „Beton, der im Wasser ist, härtet besser aus.“ Eine nasse Holzverschalung quelle auf, sei somit dichter. Gegen Sonne und eine dadurch zu schnelle Austrocknung braucht frischer Beton dagegen Schutz.

Bleiben die 39 im Friesennerz gehüllten Männer, die mehrere Sätze Wechselkleidung dabei haben. „Ein Betongang ist oberste Priorität“, sagt Stein. „Sechs bis acht Wochen bereiten wir diesen Termin vor.“ Siehe die Beton-Logistik: „Da kann man nicht einfach sagen, wir machen morgen weiter. Das muss man durchziehen.“ Eine zusätzliche Kolonne für mehr Aufwärm- und Umzieh-Pausen und heiße Bockwurst für den Mittag hat Stein besorgt: „Man muss die Männer ja bei Laune halten.“

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